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Auslandskrankenversicherung: Abrechnung der Behandlungskosten

Freitag, 23. September 2011

Die Abrechnung der Behandlungskosten einer Behandlung im Ausland birgt vor allem für gesetzlich Krankenversicherte das Risiko von kostspieligen Nachzahlungen. Neben vielen anderen Vorteilen ist die unkomplizierte Abrechnung ein entscheidender Vorzug der Auslandskrankenversicherung. Einige Grundregeln müssen jedoch auch dabei beachtet werden.

Rund zwei Drittel aller Auslandsreisenden sichern sich heute gegen das Risiko einer Erkrankung mit einer Auslandskrankenversicherung ab. Viele sind aber immer noch der Überzeugung, dass sie bei Reisen innerhalb Europas durch:

  • die gesetzliche oder
  • die private Krankenversicherung in der Heimat einen umfassenden Versicherungsschutz genießen.

Für privat Krankenversicherte ist diese Annahmen innerhalb Europas auch zutreffend. Sie müssen aber berücksichtigen, dass sie bei Reisen, die sich über die Grenzen Europas hinaus führen, nur für 6 Wochen den vollen Versicherungsschutz der PKV-genießen.
Anders ist hingegen die Situation für GKV-Versicherte. In den Ländern der Europäischen Union, des EWR und in jenen Ländern, die sich mit Deutschland auf ein Sozialversicherungsabkommen geeinigt haben (USA, Japan, China, Brasilien, etc.), sind sie zwar nach den jeweiligen Sozialgesetzbestimmungen des Gastlandes versichert. Aber diese Versicherung ist zum einen nur eine Basisversicherung und zum anderen in dem meisten Fällen weniger umfassend als die Deutsche GKV. Urlaubsreisenden, die im Ausland behandelt werden müssen, drohen aus diesen Gründen sehr häufig teure Nachforderungen.

Auslandskrankenversicherung

Verhindern lassen sich diese Probleme mit einer guten Auslandskrankenversicherung, die die Kosten für stationäre und ambulante Behandlungen, für Zahnbehandlungen, Krankentransporte und für den Rücktransport in die Heimat übernimmt. Damit es bei der Abrechnung nach dem Urlaub aber zu keinen Problemen kommt, sollte der Versicherungsnehmer einige Maßnahmen beachten. Zu unterscheiden ist hier zunächst zwischen:

  • ambulanten und
  • stationären Behandlungen

Bei ambulanten Behandlungen muss der Versicherte zunächst für die Behandlungskosten aufkommen. Gegen die Vorlage der originalen Behandlungsbelege bei der Auslandskrankenversicherungsgesellschaft erhält er dann die ausgelegten Kosten zurück. Die Originalbelege kann der Versicherungsnehmer entweder noch während oder nach der Reise einreichen.
Die Belege sollten die Diagnose, die vom Arzt eingeleiteten Maßnahmen und die entstandenen Kosten ersichtlich machen. Die Ausstellung kann in fremder Währung und in einer fremden Sprach erfolgen, gültig sind aber nur Originalbelege.

Bei stationären Behandlungen besteht für den Versicherten zudem die Möglichkeit, über den Notrufdienst der Versicherung eine direkte Abrechnung zwischen Krankenhaus und Auslandskrankenversicherer zu vereinbaren.