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Auslandskrankenversicherung: als Expatriat in die Tropen

Sonntag, 22. April 2012

Bei längeren Auslandsaufenthalten als Expatriat empfiehlt sich nicht nur der Abschluss einer passenden Auslandskrankenversicherung. Für die Sicherheit des Arbeitgebers und insbesondere des Arbeitsnehmers sollte auch vorsorglich und nachträglich eine Gesundheitsuntersuchung durchgeführt werden.

Eine Auslandkrankenversicherung übernimmt im Krankheits- oder Verletzungsfall die Kosten für die notwendigen Behandlungen, vom ambulanten oder stationären Krankenhausaufenthalt über die Zahnbehandlung bis hin zum Rücktransport in medizinischen Notfällen. Sie springt in diesen Fällen allerdings nur dann ein, wenn die Erkrankung:

  • akut,
  • unvorhergesehen und
  • unerwartet eingetreten ist.

Geht ein Mitarbeiter eines Unternehmens für einige Jahre ins Ausland, dann erwarten ihn nicht nur neue berufliche und kulturelle Herausforderungen. Gerade bei Aufenthalten in einem ungewohnten klimatischen Umfeld wie bspw. den Tropen können auch körperliche Probleme auftreten, eben etwa unerwartete und unvorhergesehen Erkrankungen.
Damit im Ernstfall für eine optimale Gesundheitsversorgung gesorgt ist, sollte jedenfalls eine Auslandskrankenversicherung für längere Auslandsaufenthalte abgeschlossen werden. Neben der Auslandsversicherung sind aber noch einige weitere Punkte zu beachten wie etwa eine Gesundheitsprüfung:

  • vor und
  • nach dem Auslandsaufenthalt

Gesundheitsuntersuchung vor Abreise

Entsendet ein deutsches Unternehmen einen Mitarbeiter für längere Zeit in eine Region, in der ein besonderes, ungewohntes Klima herrscht, ist nach § 2 der Verordnung zur arbeitsmedizinischen Vorsorge eine Gesundheitsuntersuchung notwendig. Besondere klimatische Bedingungen gibt es etwa:

  • in tropischen,
  • subtropischen Länder oder auch
  • der Polarregion.

Diese Klimazonen stellen für den menschlichen Körper durch die langwierige Akklimatisation eine ungewohnte Belastung dar.

Untersucht werden dabei vor allem:

  • das Herz-Kreislaufsystem,
  • das Immunsystems und
  • ev. Nervenleiden.

Insbesondere bei Reisen in die Tropen sind in der Untersuchung auch die erforderlichen Impfungen und ein ausführliches Beratungsgespräch über die Gesundheitsrisiken vor Ort in die Untersuchung inbegriffen.

Arbeitnehmer:
Für den Arbeitnehmer (Expatriat) wichtig ist dabei: Die Details der Untersuchung müssen vom behandelnden Arzt streng vertraulich behandelt werden. Dem Arbeitgeber wird vom Arzt nur die Tauglichkeit bzw. die Untauglichkeit oder die Notwendigkeit bestimmter Kontrollmaßnahmen im Zielland mitgeteilt, nicht aber der genaue medizinische Befund. Die Untersuchung kostet ca. 200 Euro und ist vom Arbeitgeber zu zahlen.

Arbeitgeber:
Auch für den Arbeitgeber ist diese Untersuchung ein Schutz. Sie bewahrt ihn etwa vor unerwarteten und nachträglichen Forderungen oder Klagen seines Arbeitnehmers, da der genaue Gesundheitszustand dokumentiert ist. Mit der Gesundheitsuntersuchung ist der Arbeitgeber auch seiner Fürsorgepflicht nachgekommen

Gesundheitsuntersuchung nach dem Aufenthalt

Bei Auslandsaufenthalten über einem Jahr ist nach dem Ende des Aufenthalts eine weitere Untersuchung vorgeschrieben, die den Arbeitgeber von der Verantwortung für spätere Erkrankungen entbindet.