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Auslandskrankenversicherung und chronische Erkrankungen

Freitag, 11. Februar 2011

Generell sind in Auslandskrankenversicherungen nur Krankheiten versichert, die akut, unvorhergesehen und unerwartet am Urlaubsort auftreten. Chronische Erkrankungen gehören demnach nicht zum Versicherungsumfang. Einige Gesellschaften schließen eine Leistung für chronische Erkrankungen jedoch lediglich dann aus, wenn eine Behandlung im Ausland geplant oder ein Krankheitsfall absehbar war.

Auslandkrankenversicherungen sind für die Urlaubsreise ein gutes Ruhekissen. Sie springen dann ein, wenn gesetzliche und private Krankenversicherungen nur eingeschränkten Schutz bieten. Auf Urlaubsreisen decken sie die Kosten einer umfassenden medizinischen Versorgung und garantieren im Anlassfall den Rücktransport aus dem Urlaubsland. Menschen mit chronischen Vorerkrankungen bleibt dieser Schutz jedoch meist verwehrt. Denn in den Vertragsbedingungen vieler Versicherungsgesellschaften steht: versichert sind nur jene Krankheiten, die unerwartet und unvorhergesehen am Urlaubsort akut werden. Ausgenommen sind aus dem Versicherungsschutz:

  • geistige oder körperliche Behinderungen und
  • bereits vor der Reise diagnostizierte psychischen Erkrankungen

Darüber hinaus auch Erkrankungen, die vor der Reise (meist gilt ein Zeitraum von 12 Monaten) behandelt werden mussten, wie etwa:

  • Schlaganfälle
  • Herzerkrankungen
  • Diabetes
  • Krebsleiden
  • Multiple Sklerose

Doch nicht in jeder Auslandskrankenversicherung sind die Vertragsbedingungen aus der Sicht chronisch erkrankter Personen so strikt geregelt. Bei einigen sind Leistungen nur für den Fall ausgeschlossen, dass die Behandlung im Ausland vor Reiseantritt ausdrücklich geplant oder durch eine ärztliche Diagnose bereits absehbar war. Personen mit einer chronischen Erkrankung, die sich für eine derartige Auslandskrankenversicherung entscheiden, können sich unter diesen Vertragsbedingungen umfassend absichern, indem sie sich vor Reisebeginn ihre Reisefähigkeit ärztlich bescheinigen lassen.

Einige wenige Versicherungsgesellschaften offerieren mittlerweile sogar eine Auslandskrankenversicherung, die explizit auch chronische Erkrankungen einschließt. Die Kosten werden aber auch von diesen Versicherungen nur ersetzt, wenn die Behandlung der chronischen Erkrankung im Urlaubsland unerwartet notwendig wird. Zu denken ist dabei etwa an eine plötzlich auftretende Atemnot bei schweren Asthmatikern.

Patienten mit chronischen Leiden seien abschließend aber noch auf einen Umstand hingewiesen. Die gesetzliche Krankenkasse kommt für die Behandlungskosten chronischer Leiden auch im Ausland auf, selbst dann, wenn mit dem Urlaubsland kein Sozialversicherungsabkommen besteht. Erstattet werden die Kosten bestenfalls in Höhe des in Deutschland üblichen Ausmaßes und höchstens über die Dauer von sechs Wochen.