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Auslandskrankenversicherung – vorzeitige/verspätete Rückreise

Montag, 11. Juli 2011

Ein Urlaub kann wie geplant ausklingen, er kann jedoch auch vorzeitig enden (Unfall, Krankheit, etc.) oder wegen eines unvorhergesehenen Ereignisses (Naturkatastrophe, Unruhen, etc.) unfreiwillig länger dauern. Aber wie ist es in diesen Fällen um den Auslandskrankenversicherungsschutz bestellt?

Grundsätzlich sind hinsichtlich der Laufzeit im Bereich der typischen Reisekrankenversicherungen zwei Versicherungsformen zu unterscheiden:

  • die Einmalversicherung
  • die Jahresversicherung

Die Einmalversicherung versichert eine einzige Reise (herkömmlicherweise mit einer maximalen Dauer von 90 Tagen), die Jahresversicherung alle Reisen binnen eines Jahres, insofern sie eine bestimmte Dauer nicht überschreiten (gewöhnlich 42 oder 56 Tage). Liegen die jeweiligen Reisen in diesen vorgegebenen Zeitrahmen, dann endet der Versicherungsschutz mit dem Ende der Reise. Im Falle der Jahrespolice ist dieses Ende aber nur vorübergehend (bis ein weiterer Urlaub angetreten wird).

Läuft der Urlaub wie geplant, dann ergeben sich bezüglich der Versicherungslaufzeit also kaum Unklarheiten. Dass aber keineswegs jeder Urlaub wie geplant zu Ende geht, zeigen vor kurzem veröffentlichte Zahlen des ADAC. Allein der ADAC musste 2010 über 15.000 Reisende per Reiserücktransport zurückholen. In Zeiten vermehrter politischer Unruhen und häufiger Naturkatastrophen ist überdies eine Verzögerung der Rückreise nie auszuschließen.

Vorzeitige Rückkehr

Endet der Urlaub vorzeitig, ist zu unterscheiden zwischen:

  • einer Rückkehr „aus eigener Kraft“ und
  • einer Rückkehr durch eine Rückholung.

Bei einer vorzeitigen Rückkehr „aus eigener Kraft“ oder aus eigenen Stücken läuft der Versicherungsschutz mit der Rückkehr aus, auch wenn die Police ursprünglich für eine längere Urlaubsdauer gedacht war. Allerdings werden von den meisten Reiseversicherern jene Prämienanteile rückerstattet, die nicht genutzt wurden.
Endet der Urlaub vorzeitig wegen eines Unfalls oder einer Erkrankung, die einen Rücktransport in die Heimat notwendig machen, dann gilt der Versicherungsschutz der Auslandskrankenversicherung so lange, bis der Versicherte zu Hause in einem geeigneten Krankenhaus untergebracht ist. Alle folgenden Behandlungskosten sind in den Versicherungsschutz jedoch nicht mehr inbegriffen. Prämienanteile, die nicht genutzt wurden, werden meist zurückgezahlt.

Verspätete Rückkehr

Verzögert sich die geplante Rückkehr, dann verlängert sich der Versicherungsschutz nur in zwei Fällen:

  • bei Gründen, die nicht in der Verantwortung des Versicherten liegen.
  • bei nachweislicher Transportunfähigkeit.

Gründe, die nicht im Verantwortungsbereich des Versicherungsnehmers liegen, sind etwa Naturkatastrophen oder politische Unruhen. Im Falle einer sogenannten Nachhaftung (nachweisliche Transportunfähigkeit) ist etwa an eine Erkrankung zu denken, die einen Transport aus medizinischer Sicht zum vorhergesehenen Enddatum der Reise nicht möglich macht.