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Auslandskrankenversicherungen der GKVs – keine Gesetzesgrundlage

Samstag, 11. Februar 2012

Private Auslandskrankenversicherungen mit weltweiter Gültigkeit wurden in den letzen Monaten nicht nur von den bekannten Reiseversicherungsgesellschaften, sondern vereinzelt auch von Gesetzlichen Krankenkassen angeboten. Wie das Bundesversicherungsamt nun klarstellte, gibt es dafür aber keine gesetzliche Grundlage. Spätestens Anfang 2013 müssen diese Angebote auslaufen.

Rund 50 Mio. Deutsche verreisen einmal im Jahr und rund die Hälfte von ihnen nimmt dabei ein Reiseziel im Ausland ins Visier. Gerade dann ist aber der richtige Krankenversicherungsschutz besonders wichtig. Wie der richtige Versicherungsschutz im Ausland auszusehen hat, das hängt davon ab, ob man in Deutschland:

  • privat oder
  • gesetzlich krankenversichert ist.

Privat Krankenversicherte können in ganz Europa auf dieselben Versicherungsleistungen vertrauen. Geht die Reise über die Grenzen Europas hinaus, ist der Versicherungsschutz oft auf 6 Wochen begrenzt.
Gesetzlich Krankenversicherte haben innerhalb der EU und in den Staaten, mit denen Deutschland ein sogenanntes Sozialversicherungsabkommen hat, einen Basiskrankenversicherungsschutz. Der deckt aber bei weitem nicht alle Behandlungskosten ab und hat somit oft ein finanzielles Nachspiel in Form von stattlichen Nachzahlungen zur Folge. Bessere Versicherungsleistungen und einen geographisch unbegrenzten Schutz bieten hier hingegen nur private Auslandskrankenversicherungen.

Kostenlose Auslandskrankenversicherungen der GKVs

Einige Gesetzliche Krankenkassen (GKVs) in Deutschland haben dieses Manko in der jüngsten Vergangenheit zum Anlass genommen und damit begonnen, ihren Versicherungsnehmern eine:

  • kostenlose und
  • weltweit gültige Auslandskrankenversicherung anzubieten.

Zur Zeit können etwa rund 2 Mio. gesetzlich Krankenversicherte – etwa Mitglieder der Deutschen BKK – von diesem kostenlosen Angebot profitieren.

GKV Auslandskrankenversicherungen – keine gesetzliche Grundlage

Vor wenigen Tagen haben jetzt:

  • das Bundesversicherungsamt als zuständige Aufsichtsbehörde für die Gesetzlichen Krankenversicherungen und
  • das Bundesgesundheitsministerium

bekanntgegeben, dass dieses kostenlose Angebot einer „privaten Auslandskrankenversicherung“ durch die gesetzlichen Krankenversicherer keine gesetzlich Grundlage hat.
Das Bundesgesundheitsministerium hat bspw. klargestellt: Die Gesetzlichen Krankenkassen dürften zwar private Zusatzversicherungen vermitteln, aber ihren Mitgliedern keine eigenen privaten Versicherungsleistungen anbieten. Das Bundesversicherungsamt hat deshalb nun verfügt, dass ab 2013 derartige Auslandskrankenversicherungen von Gesetzlichen Krankenkassen nicht mehr angeboten werden dürfen.
Damit gilt ab 2013 wieder für alle gesetzlich krankenversicherten Personen in Deutschland: Einen umfassenden und in allen Ländern einheitlichen Versicherungsschutz gibt es im Ausland nur mit einer privaten Auslandskrankenversicherung.