• Auslandskrankenversicherungen im Vergleich
  • Online informieren, prüfen und beantragen
  • So läßt sich bares Geld sparen

Auslandskrankenversicherungen und Expatriaten

Donnerstag, 17. März 2011

Immer mehr Deutsche entscheiden sich dafür, einige Jahre im Ausland zu arbeiten. Ein Krankenversicherungsschutz ist für diese Expatriaten durch die heimische Krankenversicherung jedoch nur eingeschränkt gegeben. Besonders GKV-Versicherten ist eine eigene Auslandskrankenversicherung nahe zu legen.

Unter dem Begriff Expatriat versteht man im engeren Sinn Personen, die als Fachkräfte von Ihrem Unternehmen in einer ausländischen Zweigstelle über einen längeren Zeitraum (üblicherweise 1-3 Jahre) eingesetzt werden. Expatriaten können aber auch aus eigenen Stücken bei einem Arbeitgeber im Ausland anheuern.

Versicherungssituation

Für Expatriaten ist ein vollwertiger Krankenversicherungsschutz unverzichtbar. Die sozialrechtlichen Versicherungssituation im Ausland ist jedoch sehr komplex. Hier gilt es zunächst zu unterscheiden zwischen Personen:

  • die privat und Personen,
  • die gesetzlich krankenversichert sind.

Gesetzliche Krankenversicherung: Die meisten Staaten haben in ihren Sozialversicherungsgesetzen ein Territorialprinzip etabliert. Damit ist jeder Expatriat grundsätzlich in das Sozialversicherungssystem des Gastlandes eingegliedert und nach dessen Maßgaben krankenversichert. Dabei kam es in der Vergangenheit jedoch immer wieder zu „Doppelversicherungen“.

Deshalb wurde von Deutschland mit vielen Staaten ein bilaterales Sozialversicherungsabkommen geschlossen. Wichtig sind diese Abkommen vor allem für Staaten außerhalb Europas. Denn innerhalb der EU-Staaten und einiger EWR-Staaten (Norwegen, Island, Schweiz, Lichtenstein) ist man mit der Europäischen Krankenversicherungskarte krankenversichert. Allerdings orientiert sich der Versicherungsschutz an den Maßgabe des Sozialversicherungsgesetzes im Gastland.

Für Staaten außerhalb Europas ist durch die diversen Sozialversicherungsabkommen eine sogenannte „Ausstrahlung“ vorgesehen. Das heißt, dass auch Personen, die im Ausland arbeiten, unter das deutsche Sozialversicherungsgesetz fallen. Voraussetzung dafür ist der Auslandsaufenthalt im Rahmen einer Entsendung. Von einer Entsendung ist die Rede, wenn ein inländischer Arbeitnehmer auf Geheiß seines Arbeitgebers ins Ausland entsandt wird, um dort für ihn zu arbeiten.

Für Mitglieder der PKV ist die Situation übersichtlicher, da hier der Geltungsbereich anders geregelt ist (AVB § 1 Abs. 4.). In Europa sind durch eine PKV alle „Heilbehandlung“ versichert. Außerhalb Europas erstreckt sich der Versicherungsschutz prinzipiell über einen Monat. Er kann allerdings durch eine kostenpflichtige Sondervereinbarung ausgedehnt werden.

Spezielle Auslandskrankenversicherungen

Besonders gesetzlich krankenversicherten Expatriaten ist daher eine eigene Auslandskrankenversicherung zu empfehlen. Angeboten werden Lösungen für:

  • Unternehmen
  • Einzelpersonen

Einzelpersonen, die ohne Firmenentsendung im Ausland arbeiten, müssen sich selbst um eine geeignete Krankenversicherung bemühen. Hier empfehlen sich Auslandskrankenversicherungen mit verlängerten Laufzeiten. Die Auslandskrankenversicherungen für Unternehmen richten sich an Firmen, die sich um den geeigneten Krankenversicherungsschutz ihrer Expatriaten kümmern wollen.