• Auslandskrankenversicherungen im Vergleich
  • Online informieren, prüfen und beantragen
  • So läßt sich bares Geld sparen

Auslandskrankenversicherungen: USA und Kanada

Freitag, 8. April 2011

Die Auslandskrankenversicherung ist generell die wichtigste und meistgebuchte Reiseversicherung. Besondere Bedeutung kommt ihr aber bei Reisen in die USA oder nach Kanada zu. Aufgrund der dort geltenden Sozialversicherungsgesetze schlagen bereits einfache Untersuchungen mit außergewöhnlich hohen Kosten zu Buche.

USA: Weltweit gibt es kaum ein Land, in dem die Gesundheitskosten so hoch sind wie in den Vereinigten Staaten. Die Gründe dafür sind:

  • teure Medizinstudien
  • keine festgeschriebenen Kostensätze (Gebührenordnung)
  • exorbitante Entwicklungskosten für medizinische Instrumente und Medikamente (durch das amerikanische Entschädigungsrecht)
  • extrem teure Haftpflichtversicherungen für Ärzte wegen der hohen Entschädigungssummen bei Kunstfehlerprozessen

Kanada: In Kanada gibt es zwar ein staatliches Gesundheitssystem, das kostenlose Gesundheitsleistungen anbietet. In deren Genuss kommen aber nur Kanadier und Ausländer mit einem bewilligten Einwanderungsantrag. Überdies übernimmt die staatliche Krankenversicherung meist nur Arzt- oder Krankenhauskosten. Medikamente sind ebenso vom Patienten zu bezahlen wie Leistungen der Notfalldienste und Zahnbehandlungen. Diese Regelungen divergieren aber von Provinz zu Provinz stark.

Mit einer Auslandskrankenkasse muss man sich bei Reisen nach Kanada oder in die USA keine Gedanken machen, weder über die Kosten der Behandlung noch über die Kosten für einen eventuellen Krankenrücktransport. Anders gestaltete sich die Situation, wenn man sich auf die deutsche Krankenversicherung verlassen will. In diesem Fall ist zu unterscheiden zwischen:

  • gesetzlich und
  • privat versicherten Reisenden.

Wer gesetzlich krankenversichert ist, der kann auch bei einem Aufenthalt in Kanada oder den USA auf gewisse Leistungen und Kostenrückerstattungen der GKV zählen. Deutschland hat mit den USA und mit Kanada ein Sozialversicherungsabkommen ausgehandelt. Voraussetzung für den Krankenversicherungsschutz ist dabei das Mitführen einer Europäischen Krankenversicherungskarte (EHIC) oder eines Urlaubskrankenscheins. Die erstattungsfähigen Leistungen richten sich jedoch nach dem Leistungskatalog der gesetzlichen Krankenversicherung in den USA oder in Kanada. Im Vergleich mit Deutschland sind diese Leistungen jedoch meist bescheiden. Im Falle einer ärztlichen Behandlung bleibt der gesetzlich Krankenversicherte so gewöhnlich auf dem Großteil der Behandlungskosten sitzen.

PKV-Versicherte genießen bei Reisen über die Grenzen Europas hinaus nur für einen Monat Versicherungsschutz. Da auch die gedeckten Leistungen je nach Tarif und Versicherer sehr unterschiedlich sind, sollte der vorhandene Versicherungsschutz vor der Abreise mit der Krankenversicherungsgesellschaft abgeklärt werden.