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Leistungsausschluss bei Auslandskrankenversicherungen

Montag, 27. Juni 2011

Beim Vergleich von verschiedenen Auslandskrankenversicherungsangeboten sollte nicht nur auf die Höhe des Tarifs und die unterschiedliche Versicherungsdauer geachtet werden. Ein wichtiges Auswahlkriterium ist auch der sogenannte Leistungsausschluss.

Unter dem Leistungsausschluss wird in der Versicherungswirtschaft generell der Ausschluss von bestimmten Versicherungsfällen aus dem Leistungsumfang der Versicherung verstanden. Im Bereich der privaten Krankenversicherungen ist damit im Speziellen der Ausschluss gewisser Vorerkrankungen gemeint. Für Versicherte, die an einer im Leistungsausschluss aufgeführten Vorerkrankung leiden, heißt das, dass ihnen die Versicherungsgesellschaft die Aufnahme in die Versicherung verwehren kann.

Etwas anderes ist die Situation bei den Auslandskrankenversicherungen. So versichern die Gesellschaften in ihren Auslandskrankenversicherungen zwar alle Personen ohne eine vorherige Gesundheitsprüfung. Dafür werden aber bestimmte Vorerkrankungen und bestimmte medizinische Behandlungen aus dem Leistungsumfang ausgeschlossen.

Geregelt und im Detail bestimmt ist dieser Leistungsausschluss in den jeweiligen Vertragsbedingungen. Generell werden Krankheiten oder Behandlungen ausgeschlossen:

  • die weder akut,
  • noch unvorhergesehen oder
  • unerwartet während der Reise auftreten.

In einigen Punkten sind die allgemeinen Vertragsbedingungen der einzelnen Versicherungsgesellschaften zudem recht einheitlich geregelt. Ausgeschlossen sind so etwa meist:

  • medizinische Behandlungen, die vor dem Antritt der Reise absehbar waren
  • Behandlungen, wenn sie der maßgebliche Zweck der Reise waren
  • Schwangerschafts-Untersuchungen
  • Schwangerschaftsabbrüche und Entbindungen (ausgenommen sind akute Komplikationen)
  • vorsätzlich herbeigeführte Krankheiten
  • chronische Erkrankungen

Als chronisch werden gemeinhin Erkrankungen angesehen, die in einem Zeitraum von 12 Monaten vor Beginn der Reise behandelt werden mussten. Hierzu zählen etwa psychischen Erkrankungen, die bereits vor der Reise diagnostiziert wurden. Aber auch Schlaganfälle, Krebsleiden, Herzerkrankungen, Multiple Sklerose oder Diabetes.

Im Bereich der chronischen Erkrankungen zeigen sich aber auch die ersten Unterschiede. So schließen einige Versicherer in ihren Tarife diese nur aus, wenn ein Rückfall während der Reise absehbar (etwas durch eine ärztliche Diagnose) oder eine Behandlung der Krankheit vor Reiseantritt explizit geplant war.

Noch markantere Unterschiede gibt es allerdings bei zahlreichen weiteren Leistungsmerkmalen. Dies sind etwa Leistungen für Zahnersatz, Kronen oder kieferorthopädische Behandlungen, für Psychotherapien, Massagen oder Kuren, für Brillen oder Hörgeräte, für Rehabilitation oder Entzug. Gerade bei diesen Punkten lohnt es sich für den Kunden oftmals die Angebote genauer zu vergleichen.