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Nachleistung und medizinisch sinnvoller Rücktransport

Freitag, 12. August 2011

Der (medizinisch notwendige/sinnvolle) Rücktransport ist einer der wichtigsten Vorzüge einer Auslandskrankenversicherung. Ist dieser Rücktransport auf Grund einer Transportunfähigkeit nicht möglich, erbringen Auslandskrankenversicherung unter bestimmten Voraussetzungen zudem, über die reguläre Versicherungszeit hinaus, eine Nachleistung.

Gerade bei Reisen in Mitgliedsländer der EU gehen einige Urlauber davon aus, dass sie durch die private oder gesetzliche Krankenversicherung in der Heimat auseichend geschützt sind. Was für Mitglieder der PKV gelten mag, kann aber bei GKV-Mitgliedern nach der Reise zu unliebsamen Überraschungen in Form von hohen Nachzahlungen führen. Ein Rücktransport oder eine Rückführung ins Heimatland ist aber weder in der GKV, noch in der PKV versichert. Inbegriffen sind diese Leistungen jedoch in einer Auslandskrankenversicherung, unter der Voraussetzung, dass:

  • der Rücktransport medizinisch vertretbar und sinnvoll ist und
  • die Sinnhaftigkeit und Vertretbarkeit des Rücktransports durch den behandelnden Arzt im Urlaubsland und den beratenden Arzt der Versicherungsgesellschaft bestätigt wird.

Organisiert wird der Rücktransport (oder im Todesfall eine allfällige Rückführung) von der versichernden Gesellschaft. Dabei erfolgt der Rücktransport üblicherweise in das nächstgelegene Krankenhaus (in Bezug auf den Wohnort des Versicherten), das für die notwendige medizinische Versorgung auch geeignet ausgestattet ist. Mit der Unterbringung im Krankenhaus endet der Versicherungsschutz der Auslandskrankenversicherung.

Nachleistung bzw. Nachhaftung

Nicht immer lässt der Zustand des Versicherten bzw. Patienten aber einen unmittelbaren Rücktransport zu. Reicht diese Transportunfähigkeit über das geplante Ende des Urlaubs oder gar über das Ende der regulären Versicherungszeit hinaus, gewähren viele Auslandskrankenversicherungen im Rahmen einer Nachhaftung eine sogenannte Nachleistung.

Bei der regulären Laufzeit muss unterschieden werden zwischen:

  • Einmalversicherungen und
  • Jahresversicherungen

Bei den Einmalversicherung erstreckt sich die reguläre Versicherungszeit meist über einen Zeitraum von 90 Tagen, bei den Jahresversicherungen über einen Zeitraum von 42 bzw. 56 Tagen (je Einzelreise). Innerhalb dieser Zeiträume läuft der Versicherungsschutz mit dem Tag der Heimkehr ab. Streng genommen wird eine Nachhaftung nur wirksam, wenn sich die Rückreise über diesen Zeitraum hinaus verzögert.

Damit die Versicherungsgesellschaft aus medizinischen Gründen eine Nachleistung gewährt, müssen zwei Bedingungen erfüllt sein. Die Verzögerung der Rückreise wird nachgewiesenermaßen durch:

  • eine Transportunfähigkeit verursacht,
  • es sind im Ausland auch nach Versicherungsende noch medizinische Maßnahmen (Heilbehandlungsmaßnahmen) notwendig.

Sind diese Voraussetzungen gegeben, währt der Versicherungsschutz solange, bis die Transportfähigkeit des Versicherungsnehmers wieder hergestellt ist.