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Patientenverfügungen – gelten sie im Ausland?

Dienstag, 8. Mai 2012

Viele deutsche Rentner wollen im Ruhestand eine Weltreise unternehmen oder den Rest ihres Lebens in Ausland verbringen. Wer aber in Deutschland eine Patientenverfügung unterzeichnet hat, kann nicht davon ausgehen, dass diese im Ausland verbindlich umgesetzt wird.

Ob für Urlaubsreisende, für Auswanderer oder Rentner, die ihren Lebensabend im Ausland verbringen wollen – eine private Auslandskrankenversicherung ist der ideale Begleiter, mit dem man sich umfassend gegen die Kosten der wichtigsten Reise- und Auslandsaufenthaltsrisiken versichern kann. Dies sind etwa:

Für „Extremsituationen“ aber, in denen das eigene Leben am seidenen Faden hängt und die Reisekrankenversicherung nicht mehr weiterhelfen kann, für derartige Situationen haben viele Menschen mit einer sogenannten Patientenverfügung vorgesorgt.
Gerade Senioren, die ihren Ruhestand in einem fernen Land genießen wollen oder eine Weltreise geplant haben, beschäftigt die Frage nach der Gültigkeit der Patientenverfügungen vielfach intensiv – nicht zuletzt angesichts der oft unbekannten und begrenzten Möglichkeiten des Gesundheitssystems im Gastland.

Deutsche Patientenverfügung im Ausland

Um es gleich vorweg zu nehmen:

  • Eine in Deutschland unterzeichnete Patientenverfügung ist im Ausland nicht verbindlich.

Der Grund dafür ist einfach: Jeder Mediziner, ob im In- oder Ausland, ist an die im eigenen Land geltenden Gesetze gebunden. Die in Deutschland getroffenen Vereinbarungen können demnach auch nur dort, wo die deutschen Gesetze gelten, rechtlich verbindlich sein.

Patientenverfügung im Ausland sinnlos?

Obwohl deutsche Patientenverfügungen im Ausland rechtlich nicht verbindlich sind, können sie durchaus hilfreich sein, etwa wenn:

  • sie in Landessprache oder
  • eine internationale Sprache wie Englisch übersetzt sind.

Der ausländische Arzt kann sich dann entscheiden, die Verfügungen des Patienten umzusetzen. Letzten Endes liegt diese Entscheidung aber allein in seinem Ermessen.
Die Erfahrung zeigt, dass etwa gut situierte Patienten in ärmeren Ländern unter Umständen durch Kunstgriffe länger am Leben erhalten werden, damit die Auslandskrankenversicherung des Patienten weiter Geld überweist – auch wenn die Patientenverfügung in der Landessprache vorliegt und der Patient in seiner Verfügung anderes gewünscht hat.

Welche Möglichkeiten bleiben?

Bevor man sich also im Ausland niederlässt, etwa als Rentner oder auch als Auswanderer, sollte man sich genau über die:

  • rechtlichen und
  • technischen Belange (bspw. die technische Ausstattung der Krankenhäuser)

des Gesundheitssystems des jeweiligen Gastlandes gründlich erkundigen. Empfehlenswert ist darüber hinaus eine Beratung von kompetenter Stelle, wie sie etwa der Bund der Auslandserwerbstätigen, der BDAE, anbietet.
Sind diese Fragen geklärt und ist die richtige Auslandskrankenversicherung mit im Gepäck, dann steht einem geruhsamen Auslandsaufenthalt nichts mehr im Wege.