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Winterurlaub in der Schweiz – Krankenversicherung

Montag, 12. Dezember 2011

Bei einem Winterurlaub in der Schweiz ist man zwar durch die gesetzliche bzw. die private Krankenversicherung in Deutschland gedeckt. Da diese aber nur einen Teil der möglichen Kosten im Krankheitsfall decken, empfiehlt sich eine eigene Auslandskrankenversicherung

Wer sich für einen Winterurlaub in der Schweiz entscheidet, den erwarten atemberaubende Bergkulissen und rasante Abfahrten. Gerade im Winter ist man aber auch vor einer Grippe oder einem Beinbruch nicht gefeit. Im Prinzip gibt es hinsichtlich des Krankenversicherungsschutzes zwei Möglichkeiten:

Bestehende Krankenversicherung

Gesetzliche Krankenversicherung

Die Schweiz ist zwar weder Mitglied in der EU noch im EWR (Europäischer Wirtschaftsraum), trotzdem gilt in Bezug auf den Krankenversicherungsschutz durch eine deutsche Krankenversicherung, was für Mitgliedsstaaten der EU und des EWR gilt. Inhaber einer gesetzlichen Krankenversicherung können in der Schweiz mit:

  • einer Europäischen Krankenversicherungskarte (EHIC) oder
  • einer provisorischen Ersatzbescheinigung

Sachleistungen gemäß dem Schweizer Krankenversicherungsgesetz in Anspruch nehmen. Dazu zählen insbesondere:

  • Ärztliche Behandlungen
  • Medikamente
  • Krankenhausbehandlungen

Die Kosten für die ärztliche Behandlung müssen in der Schweiz meist vom Versicherten bezahlt werden. Sie werden dann, im Rahmen der Leistungsvereinbarung, die in der Schweiz gilt, dem gesetzlich Krankenversicherten von der heimischen Krankenkasse rückerstattet. Wichtig! In der Schweiz sind zahnärztliche Behandlungen in der Regel nicht versichert.
Ähnlich wie bei der ärztlichen Behandlung ist auch bei Medikamenten eine Vorausleistung in der Schweiz üblich.
Bei schwerwiegenden Erkrankungen, die stationär in einem Spital behandelt werden müssen, ist zu unterscheiden zwischen:

  • öffentlichen und
  • privaten Krankenhäusern

In den öffentlichen Krankenhäusern der Schweiz wird meist keine Vorleistung fällig. Wichtig für eine reibungslose Abrechnung ist nur, dass die EHIC, sofern möglich, vorgelegt wird.
In privaten Krankenhäusern müssen die Kosten zunächst selbst getragen werden. Außerdem werden sie nur teilweise rückerstattet.

Die in der Schweiz übliche Zuzahlung für jede in Anspruch genommene Leistung (95 CHF für Erwachsene) wird nicht ersetzt.

Private Krankenversicherung

Sind Urlauber in Deutschland privat krankenversichert, dann deckt die private Krankenkasse in der Schweiz dieselben Leistung ab wie in der Heimat. Der Rücktransport in die Heimat bei medizinischen Notfällen ist allerdings meist nicht inbegriffen.

Die Auslandskrankenversicherung

Mit den Ansprüchen aus der gesetzlichen und teilweise auch aus der privaten Krankenversicherung sind nicht alle Krankheitskosten bei einem Schweizaufenthalt gedeckt (bspw. ein Rücktransport, die übliche Zuzahlung, etc.). Um sich diese Absicherung zu sichern und unliebsame Überraschungen bei der Kostenabrechnung zu ersparen, empfiehlt etwa auch die Deutsche Verbindungsstelle Krankenversicherung den Abschluss einer eigenen Auslandskrankenversicherung bei einem Urlaub in der Schweiz.